Podcast - Contrast
Contrast 46, 06.03.2012
Auszug aus meiner 46. Sendung Contrast … Im Jahr 1980 gründeten die Gitarristen Mark Cline und Mike Richmond in Athens / Georgia ihre Band Love Tractor, welcher zu dieser Zeit auch Bill Berry, der spätere R.E.M. Drummer angehörte. Folk-Rock war bei Love Tractor angesagt und blieb jahrzehntelang ihr Genre. 2002 trennte sich die Gruppe, nachdem sie 2001 noch ihre letzte CD „The Sky At Night“ herausgebracht hatten. 2005 kam es zu einer Reunion: Michael Richmond suchte sich neue Leute und spielte mit ihnen das Album „Black Hole“ ein, welches signalisierte, Love Tractor hätten sich nun neuen musikalische Ausdrucksformen verschrieben. 2006 folgte mit „Green Winter“ ein weiterer nächster Schritt hin zu neuen musikalischen Ufern. Und in „Green Winter“ habe ich mich vor drei Wochen spontan verliebt … nachdem ich über den Titel „Below The Surface“ wiederum auf Empfehlung von Helmut Schober drübergefallen bin … ich schätze sie, die Musiktips aus dem Freundeskreis, vor allem, weil da immer ungefähr gewusst wird, was mir gefallen könnte … und mit dieser famosen Neuentdeckung gibt’s heute eine kolossale Schlussnummer, bei der ich stolz darauf bin, sie in Contrast präsentieren zu können!
Neben dieser Schlussnummer sind noch weitere 7 sorgfältig ausgewählte Titel in meiner Sendung zu hören …
Contrast 45, 07.02.2012
Auszug aus meiner 45. Sendung Contrast … Die Stooges brachten im Jahr 1970 mit “Fun House” ihr zweites Album heraus, für mich ist das auch ihr Bestes, auch wenn das Nachfolgealbum „Raw Power“ wohl bekannter geworden ist. Iggy Pop, der es in späteren Jahren bis heute zu einem doch beachtlichen Bekanntheitsgrad brachte, agierte damals als Sänger der Stooges, zerschnitt sich bei Live-Auftritten mit abgeschlagenen Flaschen seine Haut und wand sich mit blutendem nackten Oberkörper auf der Bühne herum. Der brachiale Sound hat auch nach mehr als 40 Jahren nach seiner Entstehung noch immer diese magische Kraft und die beschwörenden Riffs und lassen so manche Musiker von Heute alt aussehen. Eine Nummer, die mir seit den 70igern immer unvergessen geblieben ist, ist das hypnotische „Dirt“ … dass ich in meiner pubertären Phase immer dann laut aufdrehte, wenn sich das Gefühl der Unverstandenheit wieder mal ganz groß und schmerzhaft bei mir ausbreitete. Als kaputter Psychoblues wurde diese Nummer mal bezeichnet … und ich finde, es ist dringend an der Zeit, sie wieder mal in Erinnerung zu bringen … denn sie entwickelt eine ganz besondere Magie …
Weitere 8 Musiknummern runden meine Sendung in gewohnter Manier ab und auch ein wenig Privates aus meinem Leben hat wieder mal mehr Platz als zuletzt bekommen …
Contrast 44, 03.01.2012
Auszug aus meiner 44. Sendung Contrast … Ende der 90er machten sich im kanadischen Vancouver ein paar Musiker daran, den amerikanischen Powerpop mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen, nein eher, ihn zu überrollen!! Dazu musste zuerst einmal ein angemessen Eltern-schockender Name her: The New Pornographers. Als nächstes schrieben sie ein paar possierliche Melodien mit locker-fröhlichen Refrains. Und dann knallten sie im Studio Spur um Spur voll mit Gesang und Chören, mit Schlagzeug und Bass, mit Piano und Synthesizern und natürlich mit Gitarren! Bis hin zum absoluten Overkill!
Das Kollektiv von sieben bis acht Leuten, machten dabei zusammen äußerst melodiösen Up-Tempo-Pop. Die beiden Songkomponisten Dan “Destroyer” Bejar und Carl Newman haben die Neigung zur drei-Minuten-Pop-Oper á la Brian Wilson oder Freddie Mercury und können ihre Ideen in einer Gruppe mit 3 weiblichen und 2 männlichen SängerInnen perfekt umsetzen.
5 Studioalben haben die New Pornographers bislang vorgelegt. 2005 war der ins Ohr gehende Titel „The Bones Of An Idol“ auf ihrem damaligen dritten Werk „Twin Cinema“ zu finden …
Neben dieser Nummer sind noch weitere 10 Nummern in meiner ersten Sendung des Jahres 2012 zu hören …
Contrast 43, 06.12.2011
Auszug aus meiner 43. Sendung Contrast …
Düster und energetisch: Eastern Conference Champions legen auf “Speak-Ahh” eine emotionsgeladene Mixtur aus Dreamrock und Noise-Assoziationen vor. Eine Band, die in ihrer Biografie mit Namen wie “Twilight”, “Melrose Place” oder “Gossip Girl” kokettiert, lässt eine nicht gänzlich unberechtigte Skepsis aufblitzen. Die Daseinsberechtigung von Teenie-Vampir-Dramen ist sicherlich eine streitbare Thematik. Dennoch kann man den Soundtrack-Verantwortlichen ein Händchen für zeitgenössische Independent-Musik nicht absprechen, finden sich auf dem letzten Teil der Saga neben Genregrößen wie Muse und Vampire Weekend auch Newcomer wie Band Of Skulls und die Eastern Conference Champions wieder. “Speak-Ahh” strahlt eine einnehmend sinistre Aura aus, die sich auf jedem Song des Albums sukzessive aufbaut. Es ist ein düster-melancholisches Album geworden, das eine erstaunlich expressive Energie und Dichte ausstrahlt. Dabei sind es die findig arrangierten Effekte und unverhofften Wendungen, die das Album vom ersten Durchlauf an subtil, aber kontinuierlich wachsen lassen. „A Million Miles One Hour“, ein Titel der bereits in der Serie Twilight lief.
Neben diesem Titel sind noch weitere 7 Titel in meiner Dezembersendung zu hören …




